Geburt und Wochenbett bei Typ 1 Diabetes erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen

In Kürze:
Entbindung im Perinatalzentrum: Eine Entbindung in einem Perinatalzentrum bietet dir maximale Sicherheit, da das Team vor Ort dein Baby bei einer Neugeborenen-Hypoglykämie sofort mit Glukose versorgen kann.
Stabiler Blutzucker unter der Geburt: Während der Entbindung liegt der angestrebte Zielbereich bei 90 bis 126 mg/dl, da Unterzuckerungen die Wehentätigkeit schwächen können.
Postpartaler Bedarfsabfall & Baby-Check: Sobald die Plazenta geboren ist, kann dein Insulinbedarf schlagartig auf dein Niveau vor der Schwangerschaft abstürzen.
Glukosefresser Stillen: Die Milchproduktion verbrennt täglich 300 bis 500 Kalorien vollkommen unabhängig von deinem Insulinspiegel, was besonders nachts zu schnellen Hypos führen kann.
Verhütung & Mentale Gesundheit: Du solltest für die Verhütung im Wochenbett reine Gestagenpräparate oder Spiralen bevorzugen, um Thromboserisiken zu vermeiden. Die Doppelbelastung aus Neugeborenen-Pflege und Diabetes-Management ist fordernd. Hole dir deshalb bei Anzeichen einer postpartalen Depression ohne Zögern Unterstützung im Team oder Umfeld.
Nach neun intensiven Monaten, in denen du alles dafür getan hast, dass sich dein Kind in dir optimal entwickeln kann, ist es endlich soweit: Dein Nachwuchs kommt zur Welt. Im Folgenden gehen wir auf alles Wichtige rund um die Geburt ein, beispielsweise die Unterschiede zwischen einer Spontangeburt und einem Kaiserschnitt, das Insulinmanagement während der Entbindung und das Risiko für postpartale Blutzuckerschwankungen.
Vor der Geburt
Risiko einer früheren Einleitung
Bei Frauen mit Typ 1 Diabetes wird häufig empfohlen, die Geburt zwischen der 37. und 39. Schwangerschaftswoche einzuleiten, anstatt bis zum errechneten Termin abzuwarten. Dies liegt daran, dass das Risiko für Komplikationen mit fortschreitender Schwangerschaft steigt. Gegen Ende der Schwangerschaft kann die Funktion der Plazenta nachlassen, was das Risiko für eine Mangelversorgung des Kindes erhöhen kann. Zudem kann das Risiko für Bluthochdruckerkrankungen (Präeklampsie) bei der Mutter steigen sowie zu einem übermäßiges Kindswachstum mit geburtshilflichen Komplikationen führen. Der genaue Zeitpunkt hängt von Blutzuckereinstellung, Kindsgröße und weiteren Faktoren ab.
Droht eine Frühgeburt und du bekommst Kortison zur fetalen Lungenreifung verordnet, solltest du achtsam sein. Diese Medikamente können deinen Blutzucker oft massiv nach oben treiben und dafür sorgen, dass deine Werte drei bis fünf Tage erhöht sind, weswegen du möglicherweise einen erhöhten Insulinbedarf hast.
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Risiko einer Präeklampsie
Präeklampsie ist eine schwangerschaftsspezifische Erkrankung, die typischerweise nach der 20. Schwangerschaftswoche auftritt. Sie ist gekennzeichnet durch:
Neu auftretenden Bluthochdruck (≥ 140/90 mmHg)
Eiweiß im Urin (Proteinurie) als Zeichen einer Nierenbeteiligung
Teils weitere Symptome wie Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Oberbauchschmerzen
Während es in der allgemeinen Bevölkerung bei etwa drei bis fünf Prozent liegt, ist es bei Frauen mit Typ 1 Diabetes bei etwa 20 bis 45 Prozent. Als möglicher Grund dafür gilt, dass Frauen mit Diabetes Typ 1 häufiger zu Gefäßveränderungen neigen, vor allem wenn der Blutzucker über mehrere Jahre nicht optimal eingestellt war. Das begünstigt die Entstehung einer Präeklampsie, da diese Erkrankung ebenfalls auf einer gestörten Gefäßfunktion (insbesondere der Plazentagefäße) beruht. Besteht zudem bereits eine Nierenschädigung, wird das Risiko noch einmal größer. Wenn der HbA1c-Wert in der Frühschwangerschaft noch nicht gut eingestellt ist, steigert dies ebenfalls das Präeklampsie-Risiko. Generelle Risikofaktoren einer Schwangerschaft, wie beispielsweise ein erhöhter BMI oder bestehender Bluthochdruck, sind für eine Schwangerschaft mit Diabetes Typ 1 auch von Nachteil.
Um das Risiko einer Präeklampsie zu senken, solltest du also:
Regelmäßig deinen Blutzucker messen. Hier kann ein CGM sehr hilfreich sein.
Bei jeder Vorsorgeuntersuchung deinen Urin auf Eiweiß untersuchen lassen.
Nach Absprache mit deinem Diabetes-Team eventuell niedrig dosierte ASS präventiv einnehmen. Mehr darüber erfährst du in unserem Beitrag zur Schwangerschaftsplanung mit Diabetes Typ 1.
Genau auf deinen Körper achten und Warnzeichen wie plötzliche, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen (Augenflimmern), starke Schwellungen (besonders im Gesicht/an den Händen) oder Schmerzen im rechten Oberbauch sofort ärztlich abklären lassen.
Mehr und häufiger Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen als beispielsweise Frauen ohne Diabetes Typ 1.
Erfahre mehr über Risiken für Mutter und Kind während einer Schwangerschaft mit Diabetes Typ 1.
Geburtsplanung bei Typ 1 Diabetes: Spontangeburt vs. Kaiserschnitt
Die Wahl zwischen Spontan- und Kaiserschnittgeburt ist individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Größe des Babys: Durch hohen Blutzucker während der Schwangerschaft mit Diabetes Typ 1 kann das Baby überdurchschnittlich groß und schwer sein und das Risiko für Komplikationen bei einer vaginalen Geburt erhöhen.
Gesundheitliche Verfassung der Mutter: Komplikationen wie eine Präeklampsie können einen Kaiserschnitt erforderlich machen.
Individuelle Situation: Je nach deiner individuellen Situation kannst du zusammen mit deinem Arzt oder deiner Ärztin sowie deiner Hebamme entscheiden, ob eine Spontan- oder Kaiserschnittgeburt sinnvoller ist.
Prinzipiell empfiehlt es sich für Schwangere mit Diabetes Typ 1, ihre Kinder in einem auf Risikoschwangerschaften und Frühgeburten spezialisierten Perinatalzentrum zu entbinden. Dort gibt es typischerweise eine angeschlossene Kinderklinik samt Neugeborenen-Intensivstation, sodass Mutter und Kind medizinisch umfassend versorgt und notfalls schnell vor Ort behandelt werden können. Wenn dein Baby beispielsweise unterzuckert das Licht der Welt erblickt, ist ein Perinatalzentrum darauf vorbereitet, ihm rasch intravenös Glukose zu verabreichen.
Ein gut eingestellter Blutzucker unterstützt deinen Körper spürbar dabei, nach dem Kaiserschnitt wieder zu Kräften zu kommen. Da erhöhte Glukosewerte die körpereigenen Abwehr- und Reparaturprozesse etwas verlangsamen können, ist eine stabile Blutzuckereinstellung in den ersten Tagen nach der Geburt eine tolle Hilfe für eine zügige und unkomplizierte Wundheilung. So stellst du sicher, dass das Gewebe optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.
Keine Sorge: Blutzuckerschwankungen nach der Entbindung sind durch die hormonelle Umstellung ganz normal. Dein Behandlungsteam im Krankenhaus unterstützt dich in den ersten Tagen engmaschig dabei, den Überblick zu behalten. Worauf du selbst achten kannst? Halte die Naht sauber und trocken. Falls dir Rötungen, Schwellungen, ungewöhnliche Wärme oder zunehmende Schmerzen auffallen, sprich deine Hebamme oder dein Ärzteteam einfach frühzeitig darauf an. Für mehr Tipps zur Hautgesundheit mit Diabetes, lese dir gerne unseren Beitrag dazu durch.
Während der Geburt
Blutzucker- und Insulinmanagement während der Geburt
Zu Beginn der Geburt deines Kindes sollten deine Blutzuckerwerte zwischen 90 und 126 mg/dl (5,0 bis 7,2 mmol/l) liegen. Bist du unterzuckert, kann das dazu führen, dass die Wehentätigkeit nachlässt. Wichtig ist, die Blutzuckerwerte während der Entbindung alle ein bis zwei Stunden zu kontrollieren und bei Bedarf zu korrigieren.
Achtung: Während der Geburt nur kurzwirksames Insulin injizieren!
Besondere Situation: Falls deine Wehen so früh einsetzen, dass du mit Wehenhemmern behandelt werden musst, solltest du deinen Blutzucker ebenfalls genau beobachten und gegebenenfalls eingreifen, denn entsprechende Medikamente können den Stoffwechsel negativ beeinflussen.
Nach der Geburt
Risiko für postpartale Blutzuckerschwankungen
Nach der Geburt müssen du und dein Kind gut überwacht werden. Da dein Insulinbedarf vermutlich abrupt absinken wird, hast du ein erhöhtes Risiko für eine Unterzuckerung. Somit gilt es deine Insulindosis wieder neu anzupassen. Hierbei dient der Bedarf, den du vor der Schwangerschaft gehabt hast, als Orientierungswert. Kontrolliere deinen Blutzucker mindestens alle vier bis sechs Stunden, auch nachts.
Sobald du anfängst, Milch zu produzieren, fällt dein Insulinbedarf wahrscheinlich noch weiter ab, sodass die Insulindosis erneut entsprechend adaptiert werden muss. Achte überdies darauf, dass du während des Tages ausreichend Kohlenhydrate zu dir nimmst, um nächtliche Hypos während oder nach dem Stillen deines Babys zu vermeiden. Kathi Korn hat uns im Interview berichtet, dass sie beim Stillen einen Liter Saft trinken musste, um nicht in den Unterzucker zu kommen. Das ist enorm viel – normalerweise reichen 50 bis 100 Milliliter.
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Auch bei deinem Kind ist eine strenge Blutzuckerüberwachung an seinem ersten Lebenstag elementar, um rasch intervenieren zu können, falls eine Unterzuckerung auftritt. Die erste Messung sollte bereits ein bis zwei Stunden nach der Geburt erfolgen. Danach empfiehlt sich ein dreistündiges Intervall. Achte zwischen den Messungen auch auf mögliche sonstige Anzeichen für eine Hypo bei deinem Baby. Sind seine Blutzuckerwerte über mehrere Messungen hinweg stabil, kannst du durchatmen. Dennoch solltest du deinen Säugling auch nach dem ersten Tag hinsichtlich möglicher Unterzuckerungen gut im Auge behalten.
Stillen mit Typ 1 Diabetes
Wir haben es oben bereits angedeutet: Wie andere Kinder sollten auch Babys von Müttern mit Diabetes Typ 1 ganz normal gestillt werden. Lege dein Neugeborenes nach Möglichkeit schon etwa eine halbe Stunde nach der Entbindung zum Stillen an und danach alle zwei bis drei Stunden. Dies hilft, den Blutzucker deines Kindes zu stabilisieren und Unterzuckerungen vorzubeugen.
Tipp: Falls dein Kleines anfangs noch nicht selbst saugen kann, ist es am besten, wenn du die Vormilch per Hand ausstreichst und deinem Baby über eine Pipette gibst. Lass dir bei Bedarf von der Hebamme helfen.
Vorsicht: Beim Stillen besteht ein gewisse Hypo-Risiko!
Die Milchbildung ist ein aktiver Stoffwechselprozess, der kontinuierlich Energie verbraucht. Dein Körper benötigt laufend Glukose als “Rohstoff”, um Milchzucker herzustellen. Dieser ist Hauptbestandteil der Muttermilch. Schätzungsweise verbrennt eine Frau beim Stillen zusätzlich 300 bis 500 Kalorien pro Tag, größtenteils in Form von Glukose.
Anders als beim Sport läuft die Milchproduktion zu einem gewissen Grad insulinunabhängig ab. Das bedeutet, dass sich dein Körper Glukose für die Milchbildung “schnappt”, egal wie viel Insulin gerade in deinem Organismus ist. Wenn zum Stillzeitpunkt also noch viel aktives Insulin in deinem Blut wirkt, kann der zusätzliche Glukoseverbrauch durch das Stillen deinen Blutzucker schnell nach unten drücken.
Außerdem werden beim Stillen gewisse Hormone freigesetzt, die deinen Stoffwechsel zusätzlich beeinflussen und deinen Glukoseverbrauch weiter ankurbeln können. Viele Frauen bemerken schon während des Stillens oder unmittelbar danach eine Unterzuckerung.
Nachts ist die Gefahr einer Hypo besonders groß, weil:
Du ohnehin schon erschöpft und weniger aufmerksam für Warnzeichen bist
Der Körper nachts generell empfindlicher auf Insulin reagieren kann
Du zwischen den Stillmahlzeiten oft keine zusätzlichen Kohlenhydrate isst
Was das für dich bedeutet: Stillen ist wunderschön und du wirst dabei eine ganz besondere Bindung zu deinem Neugeborenen spüren. Sei aber besonders vorsichtig und lege dir an deinem Lieblingsstillplatz jede Menge Snacks und Getränke bereit. Frauen mit Diabetes Typ 1 berichten häufig, dass sie beim Stillen oft mehrere schnelle Kohlenhydrate (Saft, etc.) trinken müssen, um eine Hypo abzuwenden. Schaue dir gerne unser Interview mit Kathi Korn an - sie berichtet von ihrer Erfahrung von einer Schwangerschaft mit Diabetes Typ 1.
Es kann außerdem hilfreich sein, deine Basalrate rund um die Stillzeiten anzupassen, wie du es beim Sport machen würdest, da der erhöhte Glukoseverbrauch ja regelmäßig zu ungefähr denselben Tageszeiten auftritt. Besprich das am besten mit deinem Diabetes-Team!
Verhütung im Wochenbett
Als Frau mit Typ 1 Diabetes hast du in der Regel die gleichen Verhütungsoptionen wie Frauen ohne Diabetes. Dabei gibt es aber ein paar Besonderheiten zu beachten.
Eine kombinierte hormonelle Verhütung durch eine Pille mit Östrogen und Gestagen ist bei Gefäßkomplikationen eher zu vermeiden, da Östrogene das Risiko für Thrombosen zusätzlich erhöhen können. Reine Gestagenpräparate (Minipille, Hormonspirale, Implantat) gelten häufig als besser geeignete Alternativen, da sie das Thromboserisiko nicht zusätzlich erhöhen. Gerade beim Stillen wird oft dazu geraten, da sie die Milchbildung nicht beeinträchtigen. MedizinerInnen empfehlen häufig auch langwirksame, reversible Methoden (z. B. Hormonspirale, Kupferspirale, Verhütungsstäbchen), da sie zuverlässig sind und keine tägliche Handhabung erfordern.
Du kannst zur Verhütung natürlich auch das Kondom in Betracht ziehen. Diese Verhütungsmethode zeigt ihren Vorteil darin, dass sie nicht hormonell oder invasiv ist. Außerdem darfst du die Verantwortung auch mal an deinen Partner abgeben, er ist schließlich genauso daran beteiligt!
Psychische Gesundheit / Postpartale Depression bei Diabetes Typ 1
Bei einer Schwangerschaft mit Diabetes Typ 1 kann das Risiko für eine postpartale Depression erhöht sein. Dies ist plausibel, denn du hast durchgehend eine Doppelbelastung zu bewältigen. Zu deinem zeitintensiven Diabetes-Management (häufige Blutzuckerkontrollen, Insulinanpassungen, Sorge um Hypo-/Hyperglykämien beim Stillen) kommen weitere Anforderungen mit deinem Neugeborenen hinzu. Gerade in der Anfangszeit wirst du vermutlich oft an Schlafmangel leiden. Außerdem kann es passieren, dass der plötzlich stark veränderte Insulinbedarf nach der Geburt zu Blutzuckerschwankungen führt und du dich dadurch erschöpft fühlst. Und: Nicht selten machen sich Frauen mit Diabetes Typ 1 schon während der Schwangerschaft vermehrt Sorgen über die Gesundheit ihres Kindes. Diese Anspannung kann sich nach der Geburt fortsetzen.
Denk immer daran: Du bist nicht allein mit deinen Ängsten und Sorgen! Vielleicht gibt es in deiner Gegend eine Selbsthilfegruppe für Mütter mit Diabetes, sodass du dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst. Du solltest dich auch nicht davor scheuen, bei anhaltender Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Gefühlen der Überforderung therapeutische Hilfe in Betracht zu ziehen. Vertraue dich deinem Partner oder deiner Partnerin und anderen wichtigen Bezugspersonen an. Sie können dich unterstützen und tun das sicher sehr gerne. Sprich offen mit deinem Diabetes-Team darüber, falls der Diabetes deine psychische Belastung zusätzlich erhöht Beides hängt oft zusammen und sollte deshalb nicht getrennt betrachtet werden.
Und ganz wichtig: schraube deine Anforderungen nicht zu hoch! Eine Hypo oder Überzuckerung macht dein Baby nicht gleich krank.
Versuche, dich nach der anstrengenden Zeit auch mal wieder auch dich zu konzentrieren. Gönne dir eine Belohnung und tu das, was dir und deinem Körper gut tut. Lasse dir beispielsweise ein schönes Schaumbad ein, schmeiß deine Lieblingsmusik an und stelle dir ein paar Snacks bereit. Das hast du verdient! Es ist wichtig, dass du den Fokus auf dich selbst nicht vergisst!
Fazit
Geburt und Wochenbett mit Diabetes Typ 1 bedeuten für dich, noch einmal besonders wachsam zu sein, während sich dein Körper gerade wieder neu einpendelt. Dein Insulinbedarf verändert sich abrupt, dein Blutzucker und der deines Kindes müssen in den ersten Stunden und Tagen engmaschig beobachtet werden, eine Kaiserschnittwunde braucht mehr Aufmerksamkeit als sonst –und mittendrin sollst du auch noch dein Neugeborenes kennenlernen und stillen. Das klingt nach viel auf einmal – und ist es auch.
Aber genau in dieser Zeit zahlt sich alles aus, was du dir während der Schwangerschaft schon angeeignet hast. Du bist vertraut im Umgang mit deinem CGM, du weißt, wie du auf Schwankungen reagieren musst, du hast ein Diabetes-Team an deiner Seite, das diese Situation kennt und mit dir durchsteht. Die Schwankungen in den ersten Tagen und Wochen sind kein Zeichen, dass etwas schief läuft, sondern der normale, erwartbare Verlauf, den ihr gemeinsam meistert. Und wenn dich zwischendurch Erschöpfung oder Sorgen überwältigen, musst du nicht alleine durch. Sprich es aus und hol dir Unterstützung. Du hast dein Kind schon neun Monate lang mit größter Sorgfalt beschützt. Sei stolz auf dich und vertraue dir auch in der neuen Phase mit deinem Baby!

