Sport mit Insulinpumpen ohne AID-System

In Kürze:
Dieser Artikel zeigt dir, worauf es beim Sport mit einer Insulinpumpe ohne AID-System ankommt und wie du deinen Glukosestoffwechsel im aktiven Alltag sowie während des Trainings eigenverantwortlich steuern kannst.
Maximale Kontrolle und Flexibilität: Die Therapie mit einer klassischen Insulinpumpe ermöglicht es dir, die Insulinzufuhr eigenständig und gezielt an sportliche Aktivitäten anzupassen, ohne auf automatisierte Algorithmen angewiesen zu sein. Bespreche dich jedoch vorab mit deinem Diabetes-Team.
Vorausplanung der Basalrate: Da das Insulin im Körper zeitverzögert wirkt, kannst du die Basalrate bei geplanten aeroben Einheiten wie beim Joggen oder Radfahren bereits 30 bis 90 Minuten vor Trainingsbeginn manuell reduzieren, um Unterzuckerungen vorzubeugen.
Bedeutung der Sportart und des Nachbrenneffekts: Während kontinuierlicher Ausdauersport den Blutzucker meist senkt, kann intensives Kraft- oder Intervalltraining hormonell bedingt zu kurzzeitigen Anstiegen führen. Zudem sorgt der Nachbrenneffekt dafür, dass die Muskeln noch Stunden nach dem Training vermehrt Glukose aufnehmen.
Zwei Wege der Zuckermessung: Die Steuerung kann als „Open Loop“ in Kombination mit einem CGM-Sensor erfolgen, der wertvolle Glukosetrends liefert, oder über das klassische, punktgenaue Blutzuckermessen per Fingerstich.
Unverzichtbares aktives Mitdenken: Da keine automatischen Anpassungen im Hintergrund stattfinden, bleiben die rechtzeitige manuelle Anpassung der Pumpe, das Mitführen schneller Kohlenhydrate sowie das Beachten von Trendpfeilen oder festen Messintervallen das wichtigste Fundament für ein sicheres Training.
Sport und Diabetes Typ 1
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